Life with all shades

Manchmal kommt die Zeit in der man loslassen muss, die Zeit in der man nicht mehr an alles denken kann sondern die wichtigsten Farben des Lebens erkennen muss.

Es gibt Tage, da stehe ich morgens um 6 Uhr auf, draußen regnet es, am Frühstückstisch fehlen die üblichen Vollkornbrötchen und irgendwie finde ich vor lauter Hektik mein Geldbeutel nicht…Doch trotz allem fühle ich mich voller Energie, bereit einen neuen Tag zu starten. Natürlich lasse ich mich nicht aus der Ruhe bringen, ich schenke allen Menschen dort drauß ein lächeln obwohl einige davon mich auf besonders riskante Weise überholen und andere mir die Einganstür auf der Arbeit gar nicht offen halten. In Farben ausgedrückt wäre ich eine Mischung zwischen Gelb wie die warme Sonne und Grün wie die wundervolle Natur.

Doch dann gibt es auch Tage in denen ich mich total genervt fühle und dies obwohl draußen die Sonne scheint, mein Orangensaft schön fruchtig schmeckt und ich eigentlich einen freien Tag habe. Farblich ausgedrückt wäre ich hier ziemlich dunkel blau, grau und braun.

Wer kennt das nicht? 

Tage an denen eigentlich alles schief läuft und trotzdem man sich total super fühlt und andere an denen eigentlich alles toll beginnt und man trotzdem von alles und allem genervt ist.  

Ich kenne das… Vor allem an „schlechten Tagen“ überlege ich aber besonders nach woran das liegen könnte?! Einfach einen schlechten Tag mit viel dunkel blau, grau und braun erwischt oder ist in meinem Herzen doch etwas was mich bedrückt? 

Jetzt mal ganz ehrlich…warum sind wir Menschen so schnell beeinflussbar und launisch? Ein kleiner Streit mit einer lieben Person reicht schon aus, dass wir einen grauen Tag haben? Danach ein toller Kinoabend mit Freunden und alles ist  wieder (fast) vorbei?! Vielleicht sind wir auch selber Schuld?! Wir denken viel zu viel über gewisse Situationen nach und lassen uns so komplett positiv aber auch (und vor allem negativ) beeinflussen. 

Manchmal denke ich somit, dass ich viel weniger überlegen sollten und mich gar nicht über Konsequenzen oder ähnliches verrückt machen sollte. Ich sollte einfach LEBEN. Leben (wie der bekannte Spruch besagt) und einfach nicht an morgen denken. Ach ja.. Toll wäre es doch ohne Ängste schlafen zu gehen, morgens mit freiem Kopf wach werden und immer ein lächeln zu haben. Ja, toll wäre es. Jeder hat aber Ängste, ich, du und auch diejengen die jetzt Nein sagen werden. Jeder hat Ängste. Einer vor Spinnen, der andere vor dem Dunkeln und der andere wiederrum vor dem „verlieren von lieben Menschen.“ Letzteres trifft für mich zu… 

Es ist so ein ständiger Gedanke, der meine Gefühle täglich beeinflusst und der mir jetzt geholfen hat eine positive Entscheidung zu treffen: Ich lasse etwas los, versuche mehr an mich zu denken und Suche mir die wichtigsten Farben mit den wichtigsten Schattierungen heraus, nur um morgens aufstehen und sagen zu können: „Heute ist ein toller (ganz egal ob grauer oder bunter) Tag.“

  
Madlen

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3 Gedanken zu “Life with all shades

  1. 360hcopa schreibt:

    Das klingt so ideal, in der derzeitigen politischen Endzeitstimmung kann ich aber leider „nicht loslassen“, gelingt es mir mich wenigstens etwas abzulenken, mal ne Stunde netflix oder gestern ne Runde Schlagzeug, knalle ich dann mit voller Wucht in die Realität zurück … und die ist einfach nur schrecklich.

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